Die Grünen  Norderney 

Bündnis 90 / Die Grünen Ortsverband Norderney

Stellungnahme der InselGRÜNEN zur Erweiterungszone Biosphärenreservat

In der Norderneyer Politik bestehen erhebliche Differenzen über einen Beitritt der Stadt Norderney zur Entwicklungszone Biosphärenreservat. Auf Seiten der Beitrittsgegner werden dabei eine Reihe von Ängsten deutlich: Da ist von aufgebauten Drohkulissen, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, vorauseilendem Gehorsam, vom Raub der eigenen Gestaltungsmöglichkeit, Unterwerfung, oder über den Tisch ziehen die Rede.
Für eine fruchtbare Entwicklung der Insel gilt es solche Ängste wahr- und ernst zu nehmen.

Fragt man nach den Gründen für diese Ängste lautet die Antwort zumeist so:
1986 sei der Nationalpark auch nur als Verordnung gestartet. 1999 sei dann aus der Verordnung ein Gesetz geworden und 2001 kam es darüber hinaus auch noch zu Erweiterungen. Dem hätte es alles nicht bedurft, denn die Norderneyer:innen haben auch schon vor 1986 gezeigt, dass sie die Natur der Insel im Blick haben.

Uns GRÜNEN ist mit einem Beitritt zur Entwicklungszone Biosphärenreservat an einer modernen, zukunftsfähigen Entwicklung der Insel gelegen.
Wohl niemand wird behaupten, dass mit den gleichen Instrumenten wie 1986 oder davor, die Insel auch 2021, in die Zukunft zu führen ist. Beispielsweise sind aus den damals 2,7 Millionen, inzwischen 3,8 Millionen Übernachtungen geworden. Zum Schutz der Natur braucht es also andere flankierende Maßnahmen als vor 1986.
Gleichzeitig ist diese Steigerung um 40% bei den Übernachtungen für uns ein Indiz dafür, dass die Insel trotz des Nationalparks keineswegs an Reiz verloren hat. Die Prädikatisierung als Weltnaturerbe Wattenmeer hat den touristischen Boom sogar noch weiter befördert.

Es bleibt die Frage wie Gegner und Befürworter eines Beitritts eine für beide Seite zufriedenstellende Lösung finden können. Aus Sicht der GRÜNEN wäre der Weg den die Stadt Norden gegangen ist eine mögliche Lösung. Dort wurde die Bildung eines Beirats für die Entwicklungszone beschlossen Alle Gruppen die auf Norderney zur zukünftigen Entwicklung der Insel beitragen wollen könnten darin Sitz und Stimme haben. So könnten die Norderneyer:innen, von den Umweltverbänden, über die Ortshandwerkerschaft, den Einzelhandel, die DEHOGA oder andere Interessierte ihre Entwicklungsschritte in der Erweiterungszone des Biosphärenreservats selbst bestimmen.
Die GRÜNEN werden deshalb in der anstehenden Ratssitzung die Bildung eines solchen Beirats beantragen. Mit der bereits jetzt bestehenden Möglichkeit des jederzeitigen Ausstiegs bestehen aus unserer Sicht damit ausreichend Instrumente um auch den Befürchtungen der Beitrittsgegner gerecht zu werden, fast Stefan Wehlage den Lösungsansatz seiner Fraktion zusammen.

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